Wandern in Mals
Wanderlust pur – die kommt in Mals von ganz alleine. Die Natur im Obervinschgau ist wild und ungezähmt, genau das Richtige für Individualisten. Mächtig ragen die Berge in den Himmel, zahlreiche Wander- und Klettersteige führen geübte Bergsteiger in die Höhe. Ein Wanderhighlight ist der Vinschger Höhenweg. Aber auch Genusswanderer und Familien finden auf den umliegenden Almen und den Wiesen im Talboden abwechslungsreiche Wanderstrecken.
Der Stundenweg – Von Kloster zu Kloster
Der Stundenweg verbindet das Kloster St. Johann in Münstair in der Schweiz mit dem Kloster Marienberg in Mals. Entlang des Weges weisen 24 Tafeln auf historische Ereignisse, auf den Rhythmus der Natur und der Sprache hin. Wer den gesamten kontemplativen Wanderweg abgehen möchte, braucht etwa 7 ½ Stunden, sollte also besser zwei Tage einplanen, um die herrliche Natur auch zu genießen. Möglich ist jedoch auch eine kürzere Tour, z.B. eine Wanderung von Laatsch nach Taufers im Münstertal bis knapp vor die Schweizer Grenze.
Vom Gaasthof Lamm in Laatsch aus einem breiten Waldweg stets dem Schild „Taufers“ folgend und in breiten Serpentinen leicht ansteigend zum Stundenweg, auch „senda clastras“ genannt, hinauf. Der Höhenweg führt erst durch einen Lärchenwald, dann durch offene Ebenen, wo sich ein schöner Blick auf den oberen Vinschgau eröffnet. Weiter in das Münstertal bis zur Ruine Rotund. Von dort aus nach Taufers absteigend und mit dem Linienbus zurück nach Laatsch.
Geeignet für: Durchschnittliche Wanderer
Dauer: 3 h
Höhenmeter: 700 m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Markierung: Beschilderung „Taufers“
Attraktionen: Blick auf das obere Vinschgau, Runie Rotund
Sesvennahütte
Die Wanderung zur Sesvennahütte ist ein Südtiroler Klassiker: Vorbei an schroffen Felsen und einem Wasserfall geht es über sanfte Almwiesen hoch zur Sesvennahütte. Von Schlinig aus geht es stets den Schildern „Sesvennahütte“ entlang – zuerst auf einen breiten Weg bis zur Schliniger Alm, wo Wanderer eine erste Rast machen können. Dann weiter der breite Felswand und dem Wasserfall folgend am Hang hinauf bis zu den Almböden. Dort, auf 2.256 Metern steht die Sesvennahütte. Der Abstieg erfolgt über den Auftstiegsweg.
Geeignet für: Durchschnittliche Wanderer
Dauer: 3 ½ h
Höhenmeter: 550 m
Schwierigkeitsgrad: mittel
Markierung: Beschilderung „Sesvennahütte“
Attraktionen: Die wilde Natur des hinteren Schlinigtals
Von Mals auf den Tartscher Bühel
Der Tartscher Bühel ist ein mystischer Ort: Der rund 1.000 Meter hohe, kahle Rundbuckel war bereits in vorrömischer Zeit besiedelt, aller Wahrscheinlichkeit standen auf dem Kegel bereits währen der Frühlatènzeit, also zwischen 450 und 300 v. Chr., etwa 80 Häuser. Heute steht auf der Anhöhe des Bichl eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert.
Die Familienwanderung beginnt am Hauptplatz von Mals. Weiter durch die Parkgasse zum Dorfrand und dann dem Schild „Unterer Waalsteig“ folgen. Weiter südostwärts in Richtung des Dorfes Tartsch bis zur Kirche. Daneben beginnt der Weg durch einen Lärchenwald hinauf zum Tartscher Bühel. Auf demselben Weg wieder zurück.
Geeignet für: Familien und Genusswanderer
Dauer: 2 h
Höhenmeter: 300 m
Schwierigkeitsgrad: einfach
Markierung: Beschilderung „Unterer Waalsteig“
Attraktionen: Der sagenumwobene Tartscher Bühel